Samstag, 29. Dezember 2012

Ganz schön schnell vergeht die Zeit



Ich muß mal wieder Momo lesen… Da gab´s doch dieses Ministerium, das sich mit der Zeit beschäftigt? Hier muß es auch sowas geben, aber gutartiger Natur. 

Hier ist so viel gutartiges, dass ich manchmal denke, dass die kleine Insel nicht ausreicht. Und die Zeit rinnt hier einem durch die Finger wie feinster Sand. Kaum hat man gefrühstückt, sitzt man beim Mittagessen und ehe man sich versieht gibt´s Tee und Kuchen. Es dauert dann gefühlte 5 Minuten bis die Vorbereitungen für das Abendessen beginnen. Von den Uhrzeiten liest es sich jedoch so: Frühstück – halb neun, viertel vor neun. Mittag – zwischen zwölf und eins. Tee und Kuchen gegen drei – vier Uhr und die Vorbereitungen für´s Abendessen beginnen dann gegen sieben oder halb acht. 

Heute haben wir zwischen den Mahlzeiten die letzten Aufnahmen der Library und der Guest Rooms gemacht. Schick sind se geworden. Ja, nicht schlecht. Jetzt geht es an die Nachbearbeitung, d.h. auswählen und „entwickeln“. Das Entwickeln dürfte nicht sooooo viel Zeit in Anspruch nehmen. Heute oder morgen sollte das jedoch fertig sein; zum Glück muß ich die Auswahl nicht alleine treffen. Das erleichtert´s doch a weng. 

Die Zeit zwischen Essen und Knipsen habe ich heute draußen verbracht. Über dem Nordatlantik befindet sich seit ein paar Tagen (?) ein sehr, sehr großes Tiefdruckgebiet. Sagt man Gebiet? In Island schneit´s und weht´s wie verrückt. Hier weht es nicht ganz verrückt, aber zumindest so, dass es Schneeverwehungen gibt und eine Fahrt mit dem Boot zum Festland extrem riskant bis unmöglich wäre. Der Wind kommt vom Festland und hat laut Wettervorhersage um die 25m/s drauf. Die Wellen holen sich ein paar Prellungen mehr als gewöhnlich. Die Berge der Lofoten grüßten mit Schneefahnen. Die Lofoten sind ca. 25km weg und die Schneefahnen waren deutlich zu sehen; nur mal so zur Veranschaulichung. Was mache ich also zwischen dem Essen und dem Knipsen? Spazierengehen. Is doch klar oder? -3°C oder so (jetzt dürften es um die Null Grad sein). Materialtest vom feinsten. Ja… das ist mit den Klamotten ist eine unendliche Geschichte und ich glaube, den großen Materialtestbericht verkneif ich mir, bzw. verschiebe ihn auf lange Winterabende. *G* 

Huch, dinner is ready. Eine Lachs-Pasta-Kreation. Norwegisch-italienische Food Combo. Lecker war´s. Abwasch und Verdauungsspaziergang vollzogen. Wahrscheinlich ist der Hof hinterm Haus morgen ein großes und daher nicht tiefes Planschbecken; es taut wie verrückt. Der Wind hat einige Stellen schon getrocknet. Wo heute Mittag noch ca. 20cm Schnee lagen zeigt sich jetzt der trockene saubere Beton. Das wird ne schöne Rutschpartie die nächsten Tage; besonders zum „du weißt schon wohin“. Mittlerweile, bzw. schon seit einigen Wochen, genieße ich diesen ganz speziellen Ort da hinterm Hügelchen; eine der Sachen, die ich wohl vermissen werde und die ich nicht vergessen werde. Reiht sich in die lange Liste der „hoffentlich-vergess-ich-das-nicht-Dinge“. Aber so ist das nun mal, wenn man eine Reise macht.

Nun. Langsam werden die Abstände zwischen dem Gähnen kürzer und ich möchte noch die Fotos von gestern und heute sichten. Möchte ich das wirklich?!?!

Euch einen schönen Sonntag.

Gehabt euch.

Montag, 24. Dezember 2012

… und noch´n Picknick und ein Spaziergang und Halma

Wintersonnenwende. 

Die war dieses Jahr am 21.12.: also picknick time. Heiße Schokolade, Sahne, Wolldecken, Thermoskanne, Thermosbecher und ein schönes Plätzchen in den Felsen mit Blick auf den Leuchtturm und die Lofoten und die Sonne. Theoretisch ist es ja der dunkelste Tag im Jahr. Aber wer hält sich denn bitte sehr an solche Vorgaben? Die Sonne schien unterm Horizont, die Lofoten im zu dieser Jahreszeit gewohnten Scherenschnitt, ein paar Wölckchen. Der Wind hielt ebenfalls seinen Atem an und so saßen wir drei dort in den Felsen und betrachteten die Szenerie vor uns.

Heute (24.12.) gegen ein Uhr ging es mehr oder weniger gemeinsam auf das kleine Hochplateau. Ich machte den  „weniger“ Anteil aus, weil es mir an einigen Stellen einfach zu steil ist. Hoch ist kein Thema, aber runter sah ich im geistigen Auge nur Schwierigkeiten auf mich zukommen. Also gingen die drei hoch (wir sind seit zwei Tagen wieder zu dritt. Über den „Neuen“ im Bund sage ich nichts… und damit dürfte ich schon alles gesagt haben, gell?) Ich ging weiter zum Strand. Das Licht am nordwestlichen Ende ist nicht ganz so spektakulär wie beim Leuchtturm / Haus, aber dafür sieht man die größere Nachbarinsel in ein schönes Licht getaucht. Die Landschaft kleidet sich rostig-rosa, der Himmel geht Richtung Stahlblau und das Meer glitzert in den Farben der untergehenden Sonne. Ich glaube, dieser Winteraufenthalt versaut mir noch den Sommer im Norden. Es ist diese unglaubliche Licht. In den wenigen Stunden nimmt es alle Kraft beisammen und verwandelt die Szenerie um einen herum in ein Gemälde (sorry für den Insider. Falls die Person mitliest, den konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen…).

Am Strand hatte ich zwar nicht das starke Licht aus dem Süden, aber dafür Mond und Abendstern im Osten. Bin auf die Bilder gespannt. Der AF hatte wieder einiges zu tun und es war ein weiteres Geduldspiel mit Stativ, Kamera, Objektiv und den Objekten der Begierde; langes Knie oder liegen in Schnee und Gras inklusive, aber keine Angst Gefrierbrand habe ich mir (noch) nicht geholt. Aber irgendwann ist halt Schluß, die Motive werden auch nicht besser, je öfter man sie auf den Chip bannt und die Kälte schlich sich so langsam in die Klamotten. Also zusammenpacken und zurückstapfen. Und. Ja, war ja klar, ne. Als ich „um eine der drei Ecken“ bog, spielte die Sonne Blutorangenparty am Horizont. Schwarze Wolken wie eine Perlenkette jaaaaaaaaanz weit draußen, so dass sie aussehen wie Berge, ein paar gelbe Streifen, ein bisschen Blau, etc., etc. Da waren alle Vorsätze dahin. Standpunkt gewählt, Stativ, Kamera, Objektive, etc. etc. Meine Füße bereiteten jedoch mit ihrem dezenten Hinweis auf aufsteigende Kühle von unten der Sache ein relativ schnelles Ende. Der Mond hatte nun die Regie übernommen und leuchtete mir Heim. Vorbei beim outdoor loo, den kleinen Anstieg hoch, an der Norwegischen Fahne vorbei, die Stufen runter zum Haus und hinein in die Wärme. Die anderen waren eine gute Stunde vor mir zurück.

Die letzten Tage war das Essen sehr traditionell geprägt; einiges erinnert jedoch sehr stark an Deutschland. Es gibt dann aber hier auch noch regionale Unterschiede was über Weihnachten gegessen wird. Nach dem Abendessen ging´s zum Nachtisch in die Library. Zwischen der Hauptmahlzeit und dem Nachtisch gibt es immer eine etwas längere Pause, was ich sehr angenehm finde. 

Als Abschluss haben wir zwei Runden Halma gespielt; war recht lustig. 

So habe ich also heute den 24.12. verbracht. Ein weiterer schöner unaufgeregter Tag.

Ich wünsch euch allen ebenfalls schöne unaufgeregte Tage. 

Gehabt euch!

Donnerstag, 20. Dezember 2012

Ganz schön viel Glühwein on the rocks



. Erstmal nen Punkt machen. 

Es gibt Rituale, die einfach nur sind und es gibt solche, die dabei auch noch gut und einfach sind. Sindflut? Ja, sind wir nicht alle… Ähem… albern, ja, das kann ich…

Letzte Woche stiegen vier Gestalten die eine Treppe zum Leuchtturm hoch, schwer beladen mit Wolldecken, einem Korb und einer dieser großen Wachskerzen, die man gerne auf dem Balkon oder der Terrasse sieht. 

Im Gänsemarsch ging es an dem Grill vorbei, ein paar Betonstufen runter und dann ein paar Meter wieder in die Höhe. An einer Felswand ließen sie sich nieder und bereiteten den Platz vor. Kerze angezündet, Isomatte und Wolldecken als Sitzgelegenheit auf den Boden gelegt, die restlichen Wolldecken über die Beine. Dann galt die Aufmerksamkeit dem Korb. Der Inhalt war allen bekannt. Warme/wärmende Flüssigkeit, selbstgebackener Kuchen und norwegische Kekse mit Blauschimmelkäse. 

Die Thermobecher waren schnell gefüllt und verteilt, Kuchen und Kekse folgten als bald. So saßen die vier Gestalten mit Mützen, Handschuhen und wärmenden Decken unter und über einen und genossen die nächtliche Stimmung. Das Meer plätscherte weit unten vor sich hin, die Sterne funkelten weit oben vor sich hin und ein schüchternes Polarlicht hing über dem Meer. (Eine der Gestalten versuchte, das Nordlicht zu fotografieren, was aber irgendwie nicht so richtig gelang.) 

Für die Nacht waren neben klarem Himmel auch die Geminiden angekündigt und die allgemeine Stille wurde hin und wieder durch ein „aaaahh“ oder „did you see that one going down?“ oder „wow, that was a long one“ oder „how many have you seen? I have counted 10 so far.“ „oh, I must have seen 11.“ „when I went out last night, I saw at least seven, do they count today as well?“ unterbrochen. Ja, so saßen die Vier dort im Windschatten, genossen den Glühwein, das Essen und die Aussichten; bei ca. -5°C. 

Das nächtliche Picknick gehört hier auf der Insel zu einem der Rituale, Sommers wie Winters. 

Ein paar Nächte später haben wir das ganze wiederholt; aber diesmal waren die vier vom NDR dabei, die für eine Dokureihe von ARTE für zwei Nächte auf Litloy waren. 

Ganz schön viel ARTE gibt es aber heut nicht mehr.

Gehabt euch wohl.

Montag, 17. Dezember 2012

... nächtliche Ruhestörung

mal anders.
Jetzt aber schlafen!!!!






Ganz schön viel Lofoten




Ja, die sieht man von hier ja Tag ein Tag aus. Und auch nachts. Dann verwandelt sich die Bergkette in eine Lichterkette auf Meeresspiegelhöhe. Letzten Freitag machten wir, Gijsbert, Rocco und ich, auf den Weg, um die spitzen teils mit Schnee bedeckten Berge aus der Nähe zu sehen.

Mit dem Boot ging´s nach Bø. Von dort mit dem Auto durch Vesteralen nach Sortland, Fahrzeit: ca. 1 Stunde. Von Sortland ging´s an der Küste entlang nach Melbu, Fahrzeit: ca. 1 Stunde. In Melbu stiegen wir auf die ganzjährige Fähre nach Fiskibol, Fahrzeit: ca. 25 Minuten. Gijsberts Ziel auf den Lofoten war Laukvik, Fahrzeit: ca. 60 Minuten (manchmal dauerts auch ne Stunde… höhö). Rocco und ich hatten uns für drei Nächte in Henningsvær einquartiert. Fahrzeit von Laukvik nach Henningsvær… na… wer kommt drauf? Die Straßen waren teilweise vereist, es lies sich aber recht gut fahren, da auch kaum bis gar kein Verkehr war.

Henningsvær ist wohl „das“ touristische Zentrum der Lofoten. Es ist alles recht putzig zurechtgemacht.  Die alten Häuser sehen gut erhalten aus. Unsere Ferienwohnung war in einem der alten Häuser an dem Kanal im  Zentrum. Recht schön und gemütlich das Ganze. 

Da das Wetter hervorragend war machte ich einen kleinen nächtlichen Spaziergang durch´s Städtle, habe mich aber nur auf den einen Teil beschränkt. Zwei, drei Eindrücke auf die Speicherkarte geladen und dann zurück ins Warme. 

Am nächsten Tag war erstmal Ausschlafen und Einkaufen angesagt. Dann sind wir, relativ spät, Richtung Eggum aufgebrochen. Eggum liegt an einer der westlichen Inseln und direkt am Atlantik. Es gibt ein Naturreservat, einen Campingplatz und eine Skulptur. Da ich mich mehr und mehr für Landschaftsskulpturen interessiere war die Skulptur, Hod (Kopf), das Ziel der Fahrt. Rocco war es mehr oder weniger egal. Die Skulptur ist aus Metall und sieht von allen Seiten anders aus; ja, er steht sogar manchmal Kopf der Kopf. Irgendwo habe ich gelesen, dass es 16 unterschiedliche Bilder gibt und man kann immer einen menschlichen Kopf erkennen, mal die klassische Ansicht, mal etwas abstrakter. Falls sich jemand von euch in die Ecke verirren sollte, hinfahren und anschauen. Ein kleiner Spaziergang auf einem Fahrweg inklusive. Zum Parkplatz zurück ging es dann  durch Schneetreiben über einen gefrorenen See. Hei, das hat Spaß gemacht! Schnee und Eis schafften eine Landschaft in schwarz/weiß. Das Eis war wunderbar glatt – ein Traum zum Schlittschuhlaufen… ach ja… da wurden Kindheitserinnerungen wach. Stativ, Sitzkissen und Knipse kamen zum Einsatz; leider nicht sehr oft, da das Objektiv sehr schnell eingeschneit war. 

Wind und Schnee an mir und Eis und Schnee unter mir. Schön war´s. Im Windschatten war es mir dann sogar fast zu warm. 

Zu Hause gab es dann Spaghetti mit Tomatensauce, schnelles Internet und ein Studium der groben Lofotenkarte. Ein Ziel für den nächsten Tag, bitte sehr. Da man für 50km gut eine Stunde Fahrzeit rechnen muß, entschied ich mich für Leknes. Das ist ein Ort an der östlichen Seite der Lofoten. 

Wir starteten etwas früher als am Tag zuvor und hatten bis Leknes stets die Sonne an unserer Seite. Zwei, drei Fotostops entlang der südlichen Straße. Als dann die Sonne vollends weg war, also, nur um Missverständnissen vorzubeugen: die Sonne selbst, also als Ball, ist schon länger nicht mehr zu sehen. Aber sie scheint trotzdem, halt unterm Horizont und für ein paar Stunden ist es hell; so ab halb zehn erkennt man Farben und gegen zwei Uhr wird es schummerig. Ab drei Uhr ist dann Stirnlampenzeit. 

In Leknes den Tank des RAV4 aufgefüllt und ne Kleinigkeit gegessen.

Dienstag war dann Schluß mit Ausschlafen. Auf dem Rückweg Gijsbert einsammeln und nach Möglichkeit die Fähre erreichen. Um kurz vor neun waren wir dann auf dem Weg nach Laukvik, da wo Gijsbert das verlängerte Wochenende verbracht hat. Vor Abfahrt hieß es aber erstmal: Schnee runter vom Auto. In der Nacht hatten sich ein paar Schneeflocken übereinander gestapelt und fühlten sich recht wohl. Ein schöner lockerer Schnee. Dem Auto gefiel das nicht so… nach fünf Minuten sprang der gute Toyota dann doch an. Gijsbert hatte mich gewarnt. Die Fahrt nach Laukvik war dann ein bisschen hektisch und ich war froh um die Spikes. 

Die Fähre erreichten wir genau richtig, keine Minute zu früh und keine zu spät. Hihi. In Melbu haben wir uns noch eine Skulptur angeschaut. Roccos Kommentar: „what is this shit?“ Hihi. In Sortland und Bø gab es dann ein paar Dinge zu erledigen und kurz vor Einbruch der Dunkelheit saßen wir im Boot und bretterten über das salzige Nass. 

Am Kai wartete Elena und auch die Katzen begrüßten uns. 

Nun war ich also auch auf den Lofoten. Wie es mir gefallen hat? Ich glaube, im Sommer würden mir 1,5 Tage reichen. Es ist alles ein bisschen gleich und im geistigen Auge sah ich die Wohnmobilschlangen vor und hinter mir.

Das war´s jetzt erstmal für heute. 

Danke für´s Lesen.

Ach ja… mir liegt ein Kommentar vor, mit dem ich nicht so viel anfangen kann. Es geht um das Nordlicht/Leuchtturmbild und das dieses ja was für einen bestimmten Kalender gewesen wäre, aber das „jemand“ ja nicht wollte. Von wem ist der  Kommentar? Und ist die Aussage bzgl. des Kalenders zu verstehen? Wäre nett, das zu erfahren, per Mail, bitte sehr. Danke schön.

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Ganz schön viel

zu schreiben liegt da so in meinem Kopf rum.

Ausflug auf die Lofoten letztes Wochenende, Sicherheitspapier der DFL mit dem schönen Namen "sicheres Stadionerlebnis", Wetter, Krabbenkäfig, Materialtest, outdoor toilet, bevorstehender Besuch eines ARTE Teams, welches gerade auf Rundreise in  Grönland, Norwegen, etc. ist, Glühwein on the rocks, das kleine Schuhregal...
Mmmh... ich denke, ich werde das irgendwie in kleine Häppchen verhackstücken, dann ist´s auch zum Lesen nicht so viel, gell?

Zur Überbrückung, häng ich hier noch´n Bildle dran. Das war gestern nach... ne, heute nacht... so gegen 01:00?

Einen schönen Freitag.

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Bildle

mal so ein Bildchen für Zwischendurch.


Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Faß ist voll!



… voller Bojen. Es ist vollbracht. Das Faß steht am Kai und hat den Bauch voller Bojen. Die „hässliche“ Kiste, in der die relativ bunten Schiffahrtskugeln vorher waren ist auseinander genommen, die Schrauben sind verwahrt und warten auf den nächsten Einsatz. Als eine Art Belohnung hat das Faß einen ersten Anstrich Leinöl-Terpentin erhalten, weitere Anstriche werden folgen. Und schon sieht es dort unten gleich viel schicker aus. 

Pimp up my island geht morgen oder so weiter: einige der Holzdielen zum „du weißt schon wohin“ werden von ihrem Los befreit. Die passen nämlich so gar nicht in die Landschaft. Man läuft quasi Gefahr, zur Salzsäule zu erstarren, wenn man sie erblickt. Es handelt sich hierbei um vornehmlich weiße oder helle Schandflecke. Im Basement warten schon die Nachfolger. 

Heute Mittag gab´s Suppe. Eine schöne dicke Suppe. Zwiebeln und rohe Kartoffeln in einem Topf mit ausreichend Rapsöl andünsten – der Teil dauer am längsten. Dann irgendwann Wasser hinzufügen, nur ein bisschen. Während Wasser, Kartoffeln und Zwiebeln vor sich hingahren, kann man  z.B. eine Steckrübe schälen, in kleine Stücke schneiden und dann irgendwann, wenn sich die Kartoffeln schon ein bisschen zerdrücken lassen hinzugeben. Sind die Steckrübenstückchen akklimatisiert, haut man noch drei oder vier Knoblauchzehen hinzu. Wasser nachgeben. Und als letztes Gemüse dann Karotten in Stückchenform. Salz, 2 EL Senf, ein bisschen Zucker, Chilli und … mmmh… ich glaube das, war´s und: Pürierstab (so richtig geschrieben?) a gogo. Kam gut an. Germans can´t cook sagte der Belgier – vorher. Als Beilage gab es getoastetes selbstgebackenes  Brot. Das mit dem Brotbacken muß ich mir noch genauer anschauen. Scheint auch für einen 1-Personenhaushalte eine durchaus lohnenswerte Angelegenheit zu sein. (jaja, Petra, Olaf, Lena… I know!)

Heute habe ich endlich „No Country for Old Men“ angeschaut. Guter Film. Ja, doch. Das Ende find ich ein bissl arg komisch, aber das liegt daran, dass ich Tomy Lee Jones Monolog einfach nicht gut verstanden habe. Der hatte wohl eine extra Lage Wolldecke im Mund. 

Vorher gab´s als Nachtisch, heute gab´s Haddock… man war der gut!, ein bisschen Nordlicht. Aber nur leichte Kost. Bevor hier nach Bildern geschrien wird: die sind nichts geworden. Unscharf und einfach nur bäh. Das muss ich noch üben. 

Das Wetter ist zur Zeit spitzenmäßig. Windstill bei -5°C oder so. Von ca. 09.30 bis ca. 14.30 leuchtet der Himmel orange, gelb. Auf der Insel liegt eine etwas dickere Schicht Raureif. Ist halt ein feuchtes Plätzchen. Hinter den Lofoten haben sich die letzten Tage riesige Wolken aufgetürmt, spielen sich ein bisschen auf und machen einen auf zweites Gebirge. Ja, es sieht tatsächlich manchmal so aus, als wenn eine zweite Reihe Lofoten entstanden sind. 

Orkas sind weiterhin nur ein Marketinggag der Gegend. Wahrscheinlich haben die genug von dem kalten Golfstrom oder haben sich am Hering überfressen und liegen irgendwo bei dem ausgewanderten Cousin vor Trinidad-Topago am Sandstrand und lassen sich die Flossen von Pilotfischen kraulen. Orka sollt man sein, was? 

Nun… es ist Zeit, Licht und Rechner auszuknipsen.

Gute Nacht. Vom Sternenhimmel und so schreibe ich ein andern mal. 

Und vielen Dank noch für das schöne Feedback, welches ich erhalte.