Donnerstag, 29. November 2012

Tradition schießt Tore – manchmal.


Leider nicht im Derby. Dem Fußball Deutschland sein ältestes Derby endete 0:0. Dafür endete das Erst-Ligaspiel zwischen dem Ruhmreichen und den Hoppeleimern 4:2. Die drei wohlverdienten Punkte hieften den Glubb auf den 13. Platz – mit 4 Punkten Abstand zum Relegationsplatz - und Hoppeleimer bleibt erstmal da, wo es hingehört: in den Niederungen der Abstiegsplätze. Wäre schön, wenn sich dort noch Wolfsburg hinzugesellen würde. Düsseldorf, Fürth und Augsburg können meinetwegen in der Liga bleiben.

Am Samstag geht´s nach Leverkusen, die in Bremen gewannen. Letzte Saison gewannen wir für alle und jeden völlig überraschend bei den Pillendrehern; wir hatten keine Chance und nutzen sie grandios. 

(Phrasenschwein hier hast´n Euro) Diesmal kann das Spiel von Fanseite her etwas entspannter angegangen werden. Die Heimsiege gegen Wolfsburg und das Unentschieden gegen die Langweiler von der Isar lassen doch ein bisschen hoffen, dass Trainerstab und Mannschaft auf einem guten Weg sind. Die vier Tore gegen die SAPler dürfen keinesfalls über unsere eklatante Sturmschwäche hinwegtäuschen. Unser Sturm ist eine zahnlose blinde Ratte. In dem Spiel gegen das Kloblatt aus Fürth erspielten wir uns keine einzige Torchance… doch Moment… da war die Rede von einem vielversprechenden Solo eines Glubb Abwehrspielers in des Gegners Strafraum… puuuuuuuuuuh… 

Ein paar Zeilen noch zu dem Derby in Fürth. Der allgemeine Tonus bzgl. der sportlichen Qualität war oder ist: vergiss es; grausam; kein Wunder, dass beide Mannschaften da unten stehen. Das Sportliche geriet letztes Wochenende jedoch schon vor Anpfiff arg ins Abseits, weil jemand bei der Stadt Fürth auf die grandiose kam am Spieltag, die Innenstadt für Glubberer zu sperren. Kein Glubbschal, kein Glubbtrikot, nix rot-schwarzes hätte nach Vorstellung der Stadt Fürth in die Innenstadt gedurft. Man befürchtete wohl, dass die bösen Nachbarn Fürth in Schutt und Asche legen würden. Ah jetzt ja, eine Insel. Die Aufregung auf Nürnberger Seite war verständlicherweise enorm. Das Amtsgericht in Ansbach erklärte dann Freitag oder gar Donnerstag? die Regelung als widrig und verbot das Verbot. Tja… there you go. 

Ein anderes Verbot sollte die Choreo der Ultras Nürnberg betreffen. Die Choreo sollte über beide Gästeblöcke gehen. Die Spielvereinigung Fürth sagte dazu: sowas gab´s hier noch nie und wird es auch nicht geben. Ah, jetzt ja, noch ne Insel. Befürchtete man, dass unter einem großen Transparent Bengalos gezündet werden würden? Oder befürchtete man, dass die Nürnberger Choreo besser als die eigene sein würde? Mmmh… keene Ahnung. Letztendlich gab es doch eine größere Choreo, ob es letztendlich die war, die geplant war entzieht sich gerade meiner Kenntnis. Die Choreo der Fürther sah übrigends gut aus. Stadtsilouette mit nem Spruch drunter und so. Nicht schlecht. 

Ah, eine Sache noch. Der Mannschaften und Schiris wurde von einem Spalier begleitet. Ein Spalier das mir sauer aufstößt. Da standen Kinder mit „selbst-gemalten“, „selbst-gemachten“ Transparenten und sogenannten Doppelhaltern mit Botschaften wie: Gewalt ist kein Spiel oder Gewalt ist nur was für Idioten oder so was wie: Gewalt? Nein danke. Schöne plakative „Gutmenschen“-Botschaften. Wird damit nicht ein ganzer Sport, bzw. dessen Anhänger, stigmatisiert? Warum wird das den Spielern vor die Nase gehalten? Warum werden – wieder einmal - Kinder instrumentalisiert? Was oder wen will man mit solchen Aktionen erreichen? Ah, man will diejenigen erreichen, die gewalttätig sind. Soso… z.B. diejenigen für die es ein Sport ist, sich mit anderen zu verabreden, um sich gegenseitig eine auf die Nase zu geben? z.B. die Nürnberger, die vor ein paar Wochen bei ein paar Fürthern „vorbeigeschaut“ haben. Des Fußballs häßliche Fratze also. Ah, klar. Die werden auch ab sofort mit ihren erlebnisorientieren Ausflügen aufhören. Geht klar. 

So. Genug zu dem Thema…

Was gibt´s von der Insel zu berichten? 

Die Sonne. Ja, die haut hier gerade mächtig auf den Putz. Es ist ein langer Abschied, den sie uns präsentiert. Gegen halb neun kommt sie aus den Federn und fängt mit ein bisschen Licht an, gegen elf schaut sie das letzte mal über die Berge der Lofoten und dann sieht man sie gegen zwölf in einem tiefen Einschnitt der Lofoten verschwinden. Aber das Leuchten hört nicht auf. Der Himmel erstrahlt in den Farben: gelb, orange, metallic blau, türkis, pink… Das Haus wird in ein zartes rosa getaucht, das Gras strahlt in einer undefinierbaren Farbe, der Granit trägt rot und Holz hat man in solch Farben auch noch nie gesehen. Das Meer schimmert in einer Mischung aus grau/gelb/rosa/pink/orange. Der Seeadler ist nicht braun sondern schaut irgendwie pinkig aus. 

Geht man nach dem Mittagessen über den kleinen Hubbel hinterm Haus begrüßt einen hin und wieder der Mond. Der Mond taucht irgendwie jeden Tag woanders auf. Macht was er will. Wenn die Sonne ganz weg ist und das letzte Leuchten gaaaaaaaaaaaaanz weit draußen im Westen erloschen ist, ist´s erstmal richtig duster. Dann irgendwann beginnt der Mond mit seiner Show. Es ist fast Vollmond und sein Licht ist so hell, dass man draußen teilweise gut ohne Stirnlampe zurechtkommt. Mondlicht und Wolken geben schöne Muster am Himmel. Nordlicht und Orkas sind weiterhin absolute Mangelware hier. Ich glaube, dass ist ein ganz großer Marketinggag. 

Die Temperaturen dagegen sind kein Marketinggag, sie ziehen deutlich an. Am Eingang im Windschatten steht ein großer Topf in dem sich Regenwasser sammelt, das Wasser ist mit einer leichten Eisschicht überzogen. Die Thermometer an Küchen- und Esszimmerfenster zeigten heute was um die -3°C. Dazu kam ein leichter Wind. Frisch ist´s und wenn die Sonne gar nicht mehr über die Lofoten kommt, wird´s nochmal schattiger. Die ganz tiefen Temperaturen wird´s hier aber eher nicht geben. Die sind im Inland zu finden. Dort ist die Luft aber auch trockener und somit sind die -3°C hier vielleicht so wie die -10°C dort? Mmmh… Ob ich hier noch Schnee erleben werde? Wahrscheinlich eher nicht. 

Bei Inland fällt mir noch was ein. Dianabanana hatte nach dem stinke Fisch gefragt, das ist eher eine Inlandssache und wird in Norwegen oft eher mit Süßwasserfischen gemacht. Hier an der Küste gibt und gab es immer frischen oder getrockneten Fisch. 

An der Frischwasserfront gibt es wohl noch keine Neuigkeiten. Wäre schön, wenn das dann irgendwann mal klappen würde. Wir werden sehen. 

Klappen. Gutes Stichwort. Mein Fernauslöser für meine Kamera klappt nun endlich auch. Das heißt, ich brauch nun bei Langzeitaufnahmen nicht mehr den Selbstauslöser zu betätigen und kann so lange belichten wie ich will, bzw. wenn die manuelle Einstellung eine Belichtungszeit von mehr als 30 Sekunden ergibt, die sogenannte Bulb Einstellung oder Belichtung oder wie man das auch immer nennen mag. 

Heute habe ich ein paar Innenaufnahmen gemacht. Das Basement ist ein Sammelsurium an Objekten, die „fotografier mich“ schreien. Allein die Zeit reicht nicht aus. An das Bootshaus mag ich gar nicht denken. Was es da so alles gibt! Hihi. Oh weh, jetzt schreib ich schon wieder über die Knipserei und biete nichts an. Mmmh… Mal schauen, ob ich am Samstag oder Sonntag ein paar Bilder hochlade. Dann mal ausprobieren, wie flickr hier so läuft.

So, das war nun ein längerer Eintrag. Zum Eingangsthema könnte ich noch viel schreiben, aber das würde hier den Rahmen doch mehr als sprengen. 

Morgen ist Freitag. Möge es ein schöner werden.

Gehabt euch bestens.

Sonntag, 25. November 2012

Raus!




Huch! Schon hell? Wie spät? 09.30. Oh, schon! Blick aus dem Fenster. Naaaaaaaaaaaaaaaa… die Lofoten nicht zu sehen. Schaut nach Regen aus. Also erstmal aufstehen und frühstücken. Selbstgemachtes Brot, norwegischen Käse, Camembert, rote Johannesbeermarmelade. Als Heißgetränk heute keinen Kaffee, sondern einen grünen Tee.
Das Wetter blieb stabil unschön, bzw. bewölkt, und daher packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg zum anderen Ende.
Es war recht mild, ein bisschen Wind und evtl. ein paar Tropfen Regen. Zu Hause wäre es ein: ich bleib heute im Haus und schlafe Tag gewesen.
Die Insel hat ein paar kleinere Bergchen und einen etwas höheren. Über dem höchsten zogen vier Adler ihre Kreise. Auf der größeren Nachbarinsel brüten auch ein paar und manchmal treffen sich die Vögel. Elena sprach von ca. 8 Tieren insgesamt. Die andere Insel ist ein Steinwurf entfernt und hat einen recht markanten Berg.
Das nördliche Ende von Litløy ist flacher und hat einen Sandstrand. Der Strand ist allerdings sehr überschaubar, was ich fürs Knipsen gar nicht so schlecht finde. Es gibt weißen Sand, Seetang, ein bisschen Müll (haha), ein paar Steine und ein bisschen Treibholz. Ansonsten gibt´s noch die Überreste der Häuser, die hier mal standen. War mal ein kleiner wohlhabender Handelsort. Zu Spitzenzeiten haben dort 75 Menschen gelebt. Aber als sich Norwegen auf die Fahne geschrieben hat, dass jeder im Land mit elektrischen Strom versorgt werden soll, hat man Leuten, die recht abgelegen gelebt haben, den Umzug in leichter erreichbare Gegenden mit ein paar Kronen versüßt.
So verbrachte ich die Zeit dort mit meinem Fotozeugs, nahm mir aber auch die Zeit, mich in eine trockene Kuhle zu legen und zuzuschauen, wie sich das Meer an den Felsen bricht, wie sich der Berg auf der anderen Insel so gibt und wie sich das Gras im Wind wiegt. Wind und Regen? Keine Ahnung. Irgendwann ist´s dann aber doch zu kühl geworden und ich trat den Weg nach Hause an.
Auf dem Weg sah ich Roco, wir winkten uns zu und jeder ging seiner Wege. Roco ist sehr nachdenklich. Er erinnerte mich als er am Strand auf und ab ging an eine Zeile aus einem Joy Division Lied: here come the young men with the weight of the world on their shoulders. Nun ja, er ist 19…
Das war´s dann für heute. Die Nachtruhe naht.

Samstag, 24. November 2012

Geknipstes

Mal einen Versuch starten, ein paar Bilder hochzuladen.

 










Donnerstag, 22. November 2012

Schnarchender Fellhaufen



Auf meinem Bett liegt gerade ein schnarchender Haufen Fell. Sirius hat einen anstrengenden Tag hinter sich. Seit dem Frühstück heute morgen fehlten zwei Leute, die erst Stunden nach Einbruch der Dunkelheit zurückkamen. Was erlauben sich Mensch?! Einkaufen, lieber Sirius, einkaufen , z.B. Donnerstags fahren Gijsbert oder Elena oder beide aufs Festland und machen einige Erledigungen. Pflege des Newsletters, Rechnungen zahlen, Einkaufen, Zahnarzt, etc. Da fehlen also vier potentielle Hände für die so notwendigen Streicheleinheiten, wenn Kater von großer Erkundungstour zurückkommt. Fell nass, Füße nass und kalt, voller Abenteuer und überstandener Gefahren. Ah, eben hat er sich bewegt, der Fellhaufen, ist aufgestanden, einmal einen kräftige Katzenbuckel gemacht, gegähnt, sich x-mal um die eigene Achse drehen und wieder ein Knäul gebildet, bei dem der Betrachter von außen weder Anfang noch Ende erkennen kann. 

Sarah, die andere Katze, scheint sich wieder zu beruhigen. Sie ist extrem nervös und reagiert stark auf Veränderungen. Gestern und heute war ihr Gesichtsausdruck jedoch nicht mehr ganz so nervös und gehetzt. Wenn man sich in ihrer Nähe leise und vorsichtig bewegt, dann bleibt sie sogar hocken und schaut einen nur verstohlen an; aber jederzeit zum Absprung bereit. 

Sirius werde ich demnächst in die Welt des Wachseins zurückholen, der nimmt einfach zu viel Platz ein und draußen gibt´s bestimmt neue Gefahren und Abenteuer. Oder er verzieht sich ganz einfach in die Stube oben neben dem Bollerofen.

Heute Mittag flog einer der beiden Seeadler mehrmals sehr nah am Haus vorbei. Das Paar hat sein Nest in der Nähe und man kann wohl auf 50m ran, bzw. es gibt einen Ausguck, der ca. 50m entfernt ist.
Ich vermisse weiterhin die Möwen; war aber immer noch nicht am anderen Ende der Insel. Mal schauen, wie morgen das Wetter ist. Das Wetter war heute brav. Einmal hat es kurz kräftig geregnet und ein bisschen Wind kam auf, aber ansonsten war es ein sehr ruhiger Tag.

Am Himmel scheint jetzt ein Hochnebel zu kleben, der Mond ist jedenfalls ganz diffus. Das ruhige Meer wiegt sich im Mondschein zu den vielen Felsen und der Küste hin und schlägt leise an die Steine und den Kai. Die Dunkelheit wird immer wieder durch den Rhythmus des neuen Leuchtturms unterbrochen. Der alte Leuchtturm ist wohl schon länger außer Betrieb und wird in den nächsten Monaten umgebaut; ein ganz exklusives Gästezimmer wird das. 

Oh, Fellknäul hat genossen. Gesundheit Genosse. Und Nase gleich wieder ins Fell gesteckt.
Elena hat mit dem Haus und ihrem Stück Land einiges vor. Schöne Projekte und Ideen, die nach und nach umgesetzt werden. 

Mein Ins-Bettgehen sollte ich langsam umsetzen. Es ist schon kurz vor 22.00 Uhr. Das uploaden des Blogs braucht auch manchmal etwas länger. Hier ist nix mit: einfach auf dem Knopf drücken und dann läuft das von alleine. Nö. Bin ich nun ein Gösselborner? Ne, ich glaube das hier ist noch mehr snail-net als dort. Höhö. 

Dann gehabt euch alle bestens und macht auch zeitig das Licht aus, gell?

Dienstag, 20. November 2012

Wolkenfrei




Heute hatten die Wolken ihren freien Tag und haben sich ins Wolkenspielland verzogen, wo sie dann bestimmt irgendwann mal von Mama und Papa Wolke abgeholt worden sind; ein Teil tummelt sich nun am Himmel und spielt Leopardenmuster mit dem weißen Nordlicht. Ein Teil hat sich aber vielleicht auf den Weg zum Ikea Parkplatz neben der Trolli-Arena gemacht, um sich dort am Samstag Hot Dogs für´n Euro, Fleischbollen und Cola bis zum Abwinken reinzuziehen und sich danach ein Fussballspiel der besonderen Art anzuschauen.

Ich hoffe doch sehr, dass unsere Jungs nach dem gefühlten Sieg und den Lobeshymnen gegen die Batzis jetzt nicht denken, dass es beim Greulich Kloblatt ein Selbstläufer wird und hoffentlich findet DH diesmal die richtigen Worte, die Mannschaft auf dieses Spiel einzustimmen. Meines Erachtens nach hat er vor dem Pokalspiel im Dezember letzten Jahres die falschen Worte gewählt; wollte wohl die Schärfe rausnehmen. Für viele Glubberer geht es bei einem Spiel gegen den Nachbarn um mehr als um Fußball; was manchmal doch unschöne Blüten treibt. 

Nun war es also ein schöner sonniger Tag hier oben. Keine Wolken bedeuten aber auch tiefere Temperaturen. Das etwas anders ist merkte ich bei meinem ersten Gang nach „ihr-wisst-schon-wohin“. Die Gummistiefel fanden nämlich nicht den üblichen Halt auf den feuchten Holzplanken. Hier waren die Wanderstiefel dann ein bisschen im Vorteil; nein, das Wechselspiel habe ich nicht gespielt. Aber nicht viel, also ging ich im leicht angefrorenen Boden und dem leicht gefrorenen Gras. Der Boden ist fast viskos, mit einer dünnen festeren Schicht überzogen. Wie für Wanderschuhe gemacht. Nun ja…

Gijsbert hat heute für Sams Abschied einen total genialen Apfelkuchen gebacken. Es ist wohl ein niederländisches Rezept. Ja, das können se die Niederländer. (Gijsbert ist Belgier, by the way… arrrggggggh! Jetzt ist mir doch tatsächlich ein „by the way“ rausgerutscht… humpf!)

Sam ist nun also wieder auf dem Weg zurück in die  Zivilisation, wobei sich natürlich die Frage stellt: was ist Zivilisation…  

Dinner habe heute ich gemacht. Quinoa, Kohl, Tomatenmansche, Garam Massala (indisches Gewürz) und  Chillie. Dazu einen Paprikasalat. War recht lecker. 

Danach habe ich meinen allabendlichen Spaziergang gemacht. Es ist fast windstill, das Meer schlägt leise gegen die Felsen, der Mond spiegelte sich durch die Wolken im Meer, das weiße Nordlicht und die Wölckchen spielen Leopardenfell. Schöne ruhige Stimmung da draußen. Im Licht der Stirnlampe glitzerte das leicht gefrorene Gras und auch die Betonplatten, bzw. Stufen der Treppe hoch zum Leuchtturm glitzerten leicht. 

Heute sah ich irgendwann einen Fischer rausfahren, der Hering ist wohl angekommen und Elena wird Hering bestellen, den sie dann einlegen will. Mal schauen. Mit dem Hering kommen wohl auch die Orkas. Noch ein: mal schauen. Wäre doch schön, wenn sich hier ein paar vor der Haustür tummeln würden, gell?
Nun hock ich in meinem Zimmer, hinter mir bollert der Gasofen und gleich schau ich mal nach oben, ob noch jemand auf ist. 

Dann benehmt euch mal alle und geht zeitig ins Bett, gell? Gute Nacht z´sammen.


Montag, 19. November 2012

Nordlicht für Anfänger



In meiner ersten Nacht gab´s einen ersten Hauch des begehrten Lichtes: zwei weiße Bänder grüßten kurz zwischen den Sternen herunter. Letzte oder vorletzte Nacht dann noch mal ein bisschen Weiß. Heute fast das gleiche Spiel, diesmal aber mit einer Andeutung von Grün und nicht als Band, sondern als Gardine. Aber nur einen Augenschlag lang, danach wieder Weiß. Leider kam der Wind wieder auf und trieb die Wolken vom Meer herüber. Nun nieselt es ganz, ganz leicht und ließ uns, Sam, Roco und mich, zurück ins Haus gehen.

Sam macht sich morgen wieder auf den Heimweg – mit Umweg über Kopenhagen oder Hamburg und Berlin geht´s zurück nach Hongkong. Gijsbert hat heute Roco abgeholt. Ein junger Italiener, der zwischen Schule und Studium sich die Welt anschaut. Erstaunlich, mit wie wenig Gepäck manche Leute reisen… heute kam meine Box. Der Unterschied könnte kaum größer sein. Hihi.

Meine Begleiter heute waren: Fotoapparat, Stativ, Holzstücke, Stichsäge, Spachtelmasse, Spachtel, Schmirgelmaschinchen und die Sonne. 

Mir schienen heute weniger Vögel unterwegs gewesen zu sein als die letzten Tage. Es sind eh nicht die Massen, dafür fehlt hier am Haus die Steilküste. Den anderen Teil der Insel habe ich immer noch nicht gesehen. Gut Ding will Weile haben, gell?

Das Thema Trittsicherheit beschäftigt mich weiter und ich versuche die Füße anders zu setzen. Es kommt auch drauf an, was für Schuhe ich trage. Die Wanderschuhe sind auf nassen Holzplanken eher nichts, die Gummistiefel sind nicht so gut für die Stücke zwischen den Bohlen. Wahrscheinlich mache ich mir auch einfach nur viel zu viel Gedanken. LOL. 

Sind alle gut in die Woche gekommen? 

Dann mal eine gute Nacht und nen optimal guten Dienstag. 

Gehabt euch wohl.