Sonntag, 25. November 2012

Raus!




Huch! Schon hell? Wie spät? 09.30. Oh, schon! Blick aus dem Fenster. Naaaaaaaaaaaaaaaa… die Lofoten nicht zu sehen. Schaut nach Regen aus. Also erstmal aufstehen und frühstücken. Selbstgemachtes Brot, norwegischen Käse, Camembert, rote Johannesbeermarmelade. Als Heißgetränk heute keinen Kaffee, sondern einen grünen Tee.
Das Wetter blieb stabil unschön, bzw. bewölkt, und daher packte ich meine sieben Sachen und machte mich auf den Weg zum anderen Ende.
Es war recht mild, ein bisschen Wind und evtl. ein paar Tropfen Regen. Zu Hause wäre es ein: ich bleib heute im Haus und schlafe Tag gewesen.
Die Insel hat ein paar kleinere Bergchen und einen etwas höheren. Über dem höchsten zogen vier Adler ihre Kreise. Auf der größeren Nachbarinsel brüten auch ein paar und manchmal treffen sich die Vögel. Elena sprach von ca. 8 Tieren insgesamt. Die andere Insel ist ein Steinwurf entfernt und hat einen recht markanten Berg.
Das nördliche Ende von Litløy ist flacher und hat einen Sandstrand. Der Strand ist allerdings sehr überschaubar, was ich fürs Knipsen gar nicht so schlecht finde. Es gibt weißen Sand, Seetang, ein bisschen Müll (haha), ein paar Steine und ein bisschen Treibholz. Ansonsten gibt´s noch die Überreste der Häuser, die hier mal standen. War mal ein kleiner wohlhabender Handelsort. Zu Spitzenzeiten haben dort 75 Menschen gelebt. Aber als sich Norwegen auf die Fahne geschrieben hat, dass jeder im Land mit elektrischen Strom versorgt werden soll, hat man Leuten, die recht abgelegen gelebt haben, den Umzug in leichter erreichbare Gegenden mit ein paar Kronen versüßt.
So verbrachte ich die Zeit dort mit meinem Fotozeugs, nahm mir aber auch die Zeit, mich in eine trockene Kuhle zu legen und zuzuschauen, wie sich das Meer an den Felsen bricht, wie sich der Berg auf der anderen Insel so gibt und wie sich das Gras im Wind wiegt. Wind und Regen? Keine Ahnung. Irgendwann ist´s dann aber doch zu kühl geworden und ich trat den Weg nach Hause an.
Auf dem Weg sah ich Roco, wir winkten uns zu und jeder ging seiner Wege. Roco ist sehr nachdenklich. Er erinnerte mich als er am Strand auf und ab ging an eine Zeile aus einem Joy Division Lied: here come the young men with the weight of the world on their shoulders. Nun ja, er ist 19…
Das war´s dann für heute. Die Nachtruhe naht.

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