Sonntag, 27. Januar 2013

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Dateien sagt der Explorer wenn ich auf die Eigenschaften des Norwegenordners klicke. Es lebe die schöne Welt der digitalen Fotografie, mal hochrechnen, wie viel Bilder das am Tag sind. 8 Wochen war ich unterwegs. In der Zahl sind auch die kurzen Filmchen und das eine oder andere arty-farty pic, die ich mit der kleinen Canon schoß enthalten. Das große Sichten der Bilder wird es am Stück nicht geben, dazu sind es zu viele und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis ich „durch“ bin. Auf der anderen Seite möchte ich für Elena die eine oder andere Präsentation zusammenstellen und zwar bis spätestens Ende März. 

Das Fotografieren war sehr schön dort. Ich hatte genügend Zeit, mich mit den Motiven auseinander zu setzen; auch wenn wegen aufziehender Dunkelheit oft Eile geboten war, insbesondere dann, wenn ich den Tag wegen der Dunkelheit Foto technisch abgeschlossen hatte und auf dem Rückweg dann doch noch was gesehen habe. Die Augen stehen halt nie still. Ob man es den Bildern ansieht, dass ich Ruhe und Zeit hatte müssen andere entscheiden. 

Durch das eher dämmerige Licht kämpfte ich eigentlich die gesamte Zeit mit dem Fokussieren, da ich auf meinen Objektiven stets einen Polfilter habe, wird das zur Verfügung stehende Licht noch mal reduziert, wenn ich mich recht entsinne sind es bei vollem Wirkungsgrad des Filters zwei Blendenstufen – also schon eine Hausnummer. Bevor hier jemand meckert: die Polfilter habe ich zum Schutz der Linse ständig drauf. Das hat sich bisher mind. 2x bewährt. In Island, als mir die Kameratasche herunterfiel (Island ist eh ein eher raues Bilderbuch) und nun auf der Rückreise in Sortland, als ich unvorsichtig war und das kleine Stativ vorne überkippte. Beide Male hätte es mir mit Sicherheit die Linse zerhauen.

„Zerhauen“ hat es mir dort oben in den letzten zwei Wochen mein „großes“ Zoom. Der Autofokus (fast hätte ich Autolokus geschrieben. *G*) will nicht mehr –würde die dritte Reparatur bedeuten. Schon bei dem zweiten Ausfall des Antriebes hatte ich überlegt, das Ding verschrotten zu lassen und ein neues anzuschaffen; mein Kontostand riet mir jedoch zur Reparatur. Nun hatte ich jedoch die Faxen dicke und habe vorletzte Woche ein neues Objektiv gekauft. 24-85mm, 1:3,5. Mit dem Brennweitenbereich liebäugelte ich schon etwas länger. 

Das kaputte deckt den Bereich 18-200mm ab. Ich habe es immer gerne verwendet und war seit 2007 auf allen Reisen dabei. Die Konstruktion mit dem außenliegenden Zoom und sicherlich auch meinen manchmal (aber wirklich nur manchmal) nachlässigen Umgang (Island, 2010, im Regen Langzeitaufnahmen von einem kleinen Wasserfall in einer Schlucht… *G*) sind dafür verantwortlich, dass Elektronik und Mechanik zu sehr leiden mussten. Das neue hat nun auch keinen innenliegenden Zoom, aber der Hub ist weitaus kleiner. Ich gelobe Besserung! 

Aufgrund der Lichtverhältnisse und diversen Spielereien mit den Blenden habe ich bei fast allen Bildern ein Stativ verwendet. Ich hatte zwei dabei. Ein großes schweres und mein kleines leichtes, welches mich nun seit ein paar Jahren begleitet. Beide Stative standen fast die gesamte Zeit draußen am Haus; allzeit bereit und waren stets dabei. Mal das große, mal das kleine. Regen, Wind, Schnee, Frost. Materialtest nicht nur in Sachen Kleidung. Soweit ich das beurteilen kann, haben es beide wohlbehalten überstanden. 

Als kurz vor Weihnachten dieser Typ auftauchte und mit seinem absolut respektlosen Verhalten und seinem Machogehabe gegenüber Elena, Rocco und mir für sehr viel Unruhe sorgte kamen allerdings auch eine nette Kamera und diverse Bildbearbeitungsprogramme mit an Land. Die Aufnahmequalität sowohl der Einzel- als auch Videoaufnahmen der Kamera haben mich durchaus mit dem Gedanken spielen lassen, diese Kamera auszuleihen oder gar zu bestellen (Nikon D7000). Es ist keine Vollformatkamera, steht aber „kurz“ davor. Allerdings meine ich, meine Kamera noch nicht vollends ausgeschöpft zu haben. 

Weiter hatte der junge Mann diverse Bildbearbeitungsprogramme auf seinem Rechner. Der Herr möchte Profifotograf werden – den Willen und die Ausdauer hat er bestimmt, aber er muss an seinem Charakter feilen und zwar mit einer groben Feile. Zurück zu der Software, von der ich mir paar Einblicke genehmigen konnte. Der Typ zeigt halt auch gerne, was er alles tolles hat und alles tolles damit machen kann. Er werkelt meist mit Lightroom umher. Klar, das Programm ist nichts neues. Aber wie bei der Kamera: ich bin mit Elements 7 (uraltes Programm) ganz zufrieden und ich habe es noch nicht ausgereizt. Habe mir aber dennoch – aus Neugier – vor ein paar die Testversion von LR heruntergeladen und siehe da! Es ergeben sich ganz neue Möglichkeiten; u.a. vereinfachtes Nachbelichten oder Aufhellen von Bildpartien, Lichter und Schatten lassen sich gezielter bearbeiten und der gesamte Workflow scheint ebenfalls einfacher zu sein. Gleichzeitig teste ich Elements 11. Meine Entscheidung dürfte aber gefallen sein. 

Als Fazit in Sachen Knipserei kann ich sagen, dass ich die Zeit dort oben sehr gut genutzt habe und meine Fähigkeiten erweitert und vertieft habe. Bin erst mal zufrieden. Aber Ausruhen gilt nicht. Da ist noch genügend Spielraum und Potential vorhanden; nach oben natürlich, immer nur nach oben. 

Wenn es mir Zeit und Muße erlauben, werde ich in der kommenden Woche mein Flickr Konto mit Bilder bestücken und auch hier Bilder und Filmchen reinstellen. 

Und zu dem Thema Technik noch: bringt alles nichts, wenn man den Gullfoss eh nur vom Parkplatz aus fotografiert, gell? Da reicht meines Erachtens auch ne einfache Knipse oder das Smartphone oder das Ei-Pätt oder so. Letztens habe ich in einem Fotografieforum einen netten Spruch gelesen. Geht ungefähr so: „Es ist immer noch der Fotograf, der das Bild macht. Das gilt sowohl für gute als auch für schlechte Bilder.“

In diesem Sinne. Ich muß jetzt langsam los… sonst komm ich gar nicht mehr an.

Einen schönen Sonntag und danke für´s Lesen.

Samstag, 26. Januar 2013

Das kleine Schuhregal



Es war einmal ein ca. 2m langes Schuhregal. Holz, Schrauben, roter Lack. Ein bisschen Stückwerk, ein bisschen Werk am ganzen Stück. Das Regal befand sich eines Tages in meinen Händen und ich sollte daraus ein kleines für unseren Eingang machen. 

Das Haus hat zwei Eingänge. Wie in skandinavischen Häusern üblich, steht man erst mal in einem Vorraum, in dem Schuhe, Jacken, Mützen, Stirnlampen, etc. leben. Der Eingang ist nicht sehr groß und ein Schuhregal würde für ein bisschen Ordnung sorgen und bei nassem Wetter/Schnee den Boden trocken halten, bzw. wenn nachts die Schuhe aufgeräumt sind, kann der Boden wieder trocknen. 

In dem Eingang befindet sich auch die work bench, mit dem ganzen Kruscht, den man zum handwerkeln braucht. Schrauben, Nägel, Schraubenzieher, elektrische Geräte und deren Zubehör, Bleistifte, Maßbänder, Hammer, Schraubzwingen, Winkel, unterschiedliche Sägen für Holz und Metall, Handschuhe, Schutzbrillen, Gehörschutz, etc. Diese Werkbank nimmt nun die Hälfte des Raumes ein und wird mit zwei Türen geschlossen. An den Türen sind Haken, um Jacken, Einkaufstaschen, etc. aufzuhängen. Die linke der beiden Türen musste also berücksichtigt werden. Wie hoch darf es denn sein, das Regal? Wie viel Paar Schuhe? Wie weit kann das Regal in die Eingangstür und in den Raum hineinreichen? Wie lang ist eigentlich so ein durchschnittlicher Schuh? Ein Schuh muss ja auch nicht ganz auf so einem Brett stehen, zwei-drittel reichen da allemal. Stiefel kann man auch mit dem Schaft zur Wand hin hinstellen, was dann auch gemacht wurde. Die Bodenleiste bitte auch berücksichtigen. Die Tiefe des Türrahmens war auch so ein Faktor. Und habe ich schon erwähnt, dass das Haus 100 Jahre alt ist und einiges an Charakter vorzuweisen hat? 

Bei der Unterlage für das Brennholz im Gästeeingang hat mich das Haus ein bisschen genarrt. Mit meiner deutschen Herangehensweise kam ich irgendwann an einen Punkt, an dem ich mir verarscht vorkam. Aber es war wohl auch mangelnde Erfahrung mit solchen Dingen im allgemeinen geschuldet. X-mal gemessen, x-mal nachgebessert und es wollte einfach nicht passen. Aber ich kam dem ganzen auf die Schliche: der Raum ist schräg. Wird nach oben hin weiter. Mit dem bloßen Auge nicht wahrzunehmen und da ich, Held der Arbeit, beim Messen dann wohl doch nicht so Deutsch war, Maße an unterschiedlichen Stellen nehmen, um nur eins zu nennen. Grins. Markierungen für das Maßnehmen wollte ich nicht machen, weil die Wände neu gestrichen waren. Dummdidummdidumm. Elena musste lachen, als ich, dem Eingang, bzw. dem Haus „character“ beschied. Sie wusste wohl um die Schrägheit des Hauses nur in Teilen. Nun ja. Die Erfahrung mahnte mich zu mehr Sorgfalt beim Messen.

Das alte lange Schuhregal war schnell demontiert, die Schrauben sorgfältig zur Seite gelegt, die Planken gewählt und zurechtgeschnitten. Nun sah ich, dass die Planken unterschiedlich dick waren, aber ich wollte diese Planken unbedingt verwenden, weil sie so schön rot waren und daher sehr gut in den  Eingang passen würden, welcher in einem schönen kräftigen Rot gestrichen ist. Ein Regal in Tarnfarbe, sozusagen. Die dickeren Planken hatten mehr Macken als die dünneren. Also sollten die nach hinten. Als Seitenteile konnte ich von dem alten Regal leider nichts verwenden. Im Bootshaus fand ich weiße Bretter, die ich gut zurechtschneiden konnte und auch von der Dicke her passten. Das mit dem Weiß war mir erst mal egal; könne man ja später abschleifen und rot anpinseln. Als ich das Grundmaterial beisammen hatte nahm ich noch mal Maß, diesmal mit mehr Sorgfalt und die Bretter kamen mit. 

Werkbanktür, Tiefe Türrahmen (die Ecken der Planken sollten abgerundet werden, tut dem Schienbein beim Anstoßen weniger weh), allgemeine Tiefe, Bodenleisten, Höhe (wie hoch ist der höchste Stiefel, Achtung: Konflikt mit den Stirnlampenhängeplätzen), Höhe der Fächer, Länge inkl. Seitenteile (hier dann bitte auch das Abrunden der Ecken beachten und die Werkbanktür, gell?) und … ja, das waren glaube ich so die wichtigsten Gedankengänge. Ja, da geht schon ein bisschen Zeit ins Land. Das schöne dort ist, dass man ganz einfach die Zeit dafür hat und bekommt. Nur ned hudle. Aber wenn man fertig ist, sollte es auch passen. 

Da stand ich dann also im basement an dem großen Tisch mit dem ganzen Zubehör und fing an, das Teil zusammenzusetzen. Markierungen zeichnen, sägen, schleifen, schrauben und immer wieder nachmessen.* Rocco fragte hin und wieder „how´s it going?“ „Not too bad.“

Und siehe da, da stand es plötzlich vor mir. Tja… erst mal Stille. Und dann entlockte mir das Ergebnis einen sarkastischen Lacher. It´s a disease. Das machen die im Kindergarten besser. Waren so meine Gedanken. Rocco war gerade mit dem Brennholz hinten im basement beschäftigt und ich zeigte ihm das Ergebnis. Er zeigte die gleiche Reaktion wie ich. Einen sarkastischen Lacher. „It´s a disease.“ sagte ich. „What is „disease“?“ fragte er. Nun lernte er ein neues Wort und auch wann man es anwenden kann. Also hat das kleine Schuhregal schon mal einen guten Zweck erfüllt. Wir machten dann Mittag und Elena fragte, wie es mit dem Regal gehen würde. Rocco und ich lachten und ich versuchte, das Ergebnis zu beschreiben und wir lachten noch mehr. „I´ll put it up after lunch…“ 

Fast beschämt ging ich das Regal holen und stellte es hin. Zack. Jeglicher Sarkasmus verschwand. Was war hier vorher gestanden? Wie? Da stand nicht dieses Regal? Ne, du täuscht dich. Das stand doch schon immer da. Nein, da war vorher nichts gestanden. Rocco zog die Augenbrauen hoch, lachte und schüttelte den Kopf. „Amazing.“ Elena war begeistert „It´s perfect!“ 

Ich hoffe, dass das Regal ein paar Monate, wenn nicht sogar Jahre überlebt und erhalten bleibt. In dem Haus ändern sich die Dinge oft sehr schnell und dann mitunter radikal. 

Das kleine Regal zeigte mir, dass Dinge (und wir Menschen) ihren Platz haben, einen Kontext. Das Drumherum ergänzt das Ding und das Ding ergänzt das Drumherum. Keine neue Erkenntnis, aber wieder einmal spielte die Banalität ihren Trumpf aus. Zack. It´s as simple as that.

In diesem Sinne.

Gehabt euch wohl.

 *Beim Schreiben fällt mir jetzt wegen der unterschiedlichen Dicke ein: die hätte ich durchaus kaschieren können. Einfach die Oberseiten auf gleiche Höhe bringen, so dass die Unterschiede an die Unterseite der Fächer durchgereicht wird. (mentale Notiz gemacht)


P.S.: ein Bild wollte ich anfügen. Musste es ein bisschen bearbeiten und hatte das Anfügen dann völlig vergessen. Das Bild zeigt den Eingangsbereich, wie ich ihn von meinem Zimmer aus gesehen habe. :o)



Suchbild - wo ist es?


Freitag, 25. Januar 2013

Ganz schön viel Arte



Da kamen sie nun also in der Dunkelheit. Die vier Jungs vom NDR, die für Arte den Norden Norwegens bereisen und für ein paar Nächte auch hier vorbeischauten. Es war keine gemütliche Überfahrt und der eine oder andere beklagte sich über nasse Klamotten. Well… shit happens; dachte ich. Material und Menschen mussten mit zwei Fuhren abgeholt werden. 

Die Truppe setzte sich aus dem journalistischen Chef, dem aufnahmetechnischen Chef, dem Mann vom Ton und einem Kameraassistenten zusammen. Die beiden Chefs stellten sich als „alte“ Hasen der Berichterstattung aus dem Norden heraus. Sind jahrelang im Geschäft und ließen das einen auch wissen. Aber alles im erträglichen Rahmen. Ach ja… es ist immer wieder schön und interessant mitzuerleben, dass ein gewisses Rasseln zum Handwerk gehört. Da kann ich mir noch ne dicke Scheibe von abschneiden. Am meisten habe ich mich mit dem Mann vom Ton und dem Assi unterhalten. Ruhige angenehme Gesellen. 

Elena stand die ganze Zeit natürlich unter einer gewissen Anspannung, da so ein Bericht über ihren Leuchtturm auf Arte natürlich sehr gut zu Gesicht steht. Es waren aber trotzdem sehr entspannte Tage. Die Vier bekamen auch bei einem nächtlichen Picknick, die Generalprobe hatten wir ja zwei-drei Nächte vorher absolviert, ihr Nordlicht zu sehen. Meine Aufnahmen sind leider relativ bescheiden geworden. Das Fokussieren wollte mir nicht gelingen. Die Sterne sind alle unscharf geworden. Für die Nachtaufnahmen hatten sie sich eine Kamera ausgeliehen. Eine Canon Mark III - 64000 ISO... oder so. Pervers. Wie sagte der Kamerachef: Nikon D90 ist aber auch nicht so schlecht. LOL. Sie hätten gerne die Mark III behalten, da die Filmaufnahmen besser seien als die mit der "herkömmlichen" Filmkamera... aber sie sind halt beim Fernsehen. So hat jeder sein Päckchen zu tragen. Höhö. Wie habe ich kürzlich gelesen? "Es ist nicht die Kamera, die das Bild macht, sondern der, der den Auslöser drückt. Funktioniert in beiden Richtungen, sowohl bei guten als auch bei schlechten Bildern." Sehr schön.

Gefilmt wurde hauptsächlich Elenas Leben auf der Insel im Winter. Die Aufnahmen wurden recht zügig unter Dach und Fach gebracht. Dabei wurden erst ein paar Proben durchlaufen und wenn eine der Proben für ok befunden wurde, war´s das dann auch schon. Ach ja… wieder so eine Erinnerung an meine Jugend: Kamerafrau wollte ich werden. Oder im Schnitt arbeiten. 

Im Sommer möchte die Crew zurückkommen und die Sommerversion drehen. Hoffentlich klappt das auch. Aber die Kommentare seitens der beiden alten Hasen waren sehr positiv. Als Sendetermin ist der November vorgesehen. 

Mit zwei Fuhren ging es dann zwei Tage später wieder ans Festland. Die Reise der vier sollte noch drei – vier Tage dauern. Mit der Hurtigrute ging es weiter nach Norden, wo sie einen alten Einsiedler treffen wollten. 

Und wir waren wieder unter uns und auch Sarah, die scheueste und nervöseste Katze, die ich bisher kennengelernt habe, konnte sich wieder etwas entspannen.

Entspannen war übrigends eins der am häufigsten genannten Wörter dort oben.


Freitag, 11. Januar 2013

It´s a dogma

It´s a dogma. Hinter dunkelbraunen Fransen strahlten mich zwei ebenso dunkelbraune Augen an. Darunter ein breites Grinsen. Never, never, never cook pasta with the lid. You know what dogma is? Ich nahm sofort den Deckel vom Topf. Thank you. Yes, I know what a dogma is. Da mußte ich nun 3.xxxkm in den Norden fahren, um zu lernen, wie man richtig Pasta kocht. Und es ist ja noch viel, viel einfacher wie es mir vor xx Jahren in der glorreichen Hauswirtschaftsschule und am mütterlichen Herd erklärt/gelert/gezeigt worden ist. Schön, dass man immer noch was lernen kann; wenn man nur will. Ajo. Wort zum Freitag.

Letzte Woche Freitag hatte ich vor ca. 6 Stunden die arktische Region verlassen, habe einen Löffel Lebertran genossen (war total wässerig und hatte nichts mehr mit dem Lebertran aus meiner Jugend zu tun) und lag um diese Zeit wahrscheinlich in meiner Koje und döste vor mich hin. Am Vortag begann die Rückreise. In der Früh ging es die teilweise gefrorene Treppe runter zum Bootshaus. Der Lebensrettungsanzug war nach den üblichen Verrenkungen angelegt und schwupps verabschiedete ich mich von Rocco und Mikhai. Ein letzter Schritt auf das Boot und schon tuckerten wir aus der Bucht Richtung Festland. Die See war ruhig, die Sonne ließ sich langsam blicken, Litloy und die Nachbarinsel behielt ich so lange wie möglich im Blick und keine halbe Stunde später standen wir an der Bushaltestelle. Der Bus ließ auch nicht lange auf sich warten. Ein kurzes We´ll keep in touch seitens Elena und ein It´s been a pleasure and privilege von mir und schon saß ich im Bus nach Sortland.
In Sortland angekommen verstaute ich mein Gepäck und erkundigte mich nach dem Anleger der Hurtigrute. Elena war sich nicht mehr sicher, wo das genau war. Die Dame vom Mixed Kiosk schickte mich zu den Coast Guards, die würden sich den Kai teilen. Der nette Mann vom Empfang bei der Kystvakten schickte mich gleich wieder zurück. 5 minutes walk from statoil (Tankstelle). Also wieder zurück Richtung Stadtzentrum. Da ich nun wusste wohin ich musste kümmerte ich mich um ein paar Sachen für die Fahrt und kehrte kurz nach Einlaufen der MS Lofoten zum Anleger zurück und checkte ein. Gebucht hatte ich die Fahrt nicht, hatte aber am Montag auf dem Schiff angerufen und mich erkundigt, ob denn noch ein Plätzle frei war. Ich bekam eine 1ner Kabine mit Dusche. Die Kabine lag vorne links. It´s the most quiet part of the ship sagte die Dame am Empfang. Schön. Sachen abgestellt und gleich wieder raus. Noch ein bisschen Landluft schnubbern und Schiff erkundigen. Es würde eh bald dunkel werden und nach der Stunde Schlaf in der Nacht zuvor, würde ich mich eh nicht lange auf den Beinen halten können/wollen.

Pünktlich um 13:00 legte das Schiff ab und wir verließen Sortland gen Süden. Nächster Stop Stockmarknes. Den Stop nahm ich noch mit, d.h. ich ging an Land. Das Hurtigrutenmuseum schaute ich mir nur vom Anleger aus. Zurück an Board fragte ich, wie denn der Verlauf der Route jetzt gleich nach Stockmarknes sei, nicht, dass ich evtl. einen letzten Blick auf Litløy verpassen würde! Da es zwischen den Inselchen der Lofoten hindurch ging, es eh schon ziemlich dunkel war, zog ich eine Mütze Schlaf vor und entschwandt auch bald in einen ruhigen Schlaf, begleitet von dem stetigen leisen Dröhnen und Knarzen.