Mittwoch, 5. Dezember 2012

Das Faß ist voll!



… voller Bojen. Es ist vollbracht. Das Faß steht am Kai und hat den Bauch voller Bojen. Die „hässliche“ Kiste, in der die relativ bunten Schiffahrtskugeln vorher waren ist auseinander genommen, die Schrauben sind verwahrt und warten auf den nächsten Einsatz. Als eine Art Belohnung hat das Faß einen ersten Anstrich Leinöl-Terpentin erhalten, weitere Anstriche werden folgen. Und schon sieht es dort unten gleich viel schicker aus. 

Pimp up my island geht morgen oder so weiter: einige der Holzdielen zum „du weißt schon wohin“ werden von ihrem Los befreit. Die passen nämlich so gar nicht in die Landschaft. Man läuft quasi Gefahr, zur Salzsäule zu erstarren, wenn man sie erblickt. Es handelt sich hierbei um vornehmlich weiße oder helle Schandflecke. Im Basement warten schon die Nachfolger. 

Heute Mittag gab´s Suppe. Eine schöne dicke Suppe. Zwiebeln und rohe Kartoffeln in einem Topf mit ausreichend Rapsöl andünsten – der Teil dauer am längsten. Dann irgendwann Wasser hinzufügen, nur ein bisschen. Während Wasser, Kartoffeln und Zwiebeln vor sich hingahren, kann man  z.B. eine Steckrübe schälen, in kleine Stücke schneiden und dann irgendwann, wenn sich die Kartoffeln schon ein bisschen zerdrücken lassen hinzugeben. Sind die Steckrübenstückchen akklimatisiert, haut man noch drei oder vier Knoblauchzehen hinzu. Wasser nachgeben. Und als letztes Gemüse dann Karotten in Stückchenform. Salz, 2 EL Senf, ein bisschen Zucker, Chilli und … mmmh… ich glaube das, war´s und: Pürierstab (so richtig geschrieben?) a gogo. Kam gut an. Germans can´t cook sagte der Belgier – vorher. Als Beilage gab es getoastetes selbstgebackenes  Brot. Das mit dem Brotbacken muß ich mir noch genauer anschauen. Scheint auch für einen 1-Personenhaushalte eine durchaus lohnenswerte Angelegenheit zu sein. (jaja, Petra, Olaf, Lena… I know!)

Heute habe ich endlich „No Country for Old Men“ angeschaut. Guter Film. Ja, doch. Das Ende find ich ein bissl arg komisch, aber das liegt daran, dass ich Tomy Lee Jones Monolog einfach nicht gut verstanden habe. Der hatte wohl eine extra Lage Wolldecke im Mund. 

Vorher gab´s als Nachtisch, heute gab´s Haddock… man war der gut!, ein bisschen Nordlicht. Aber nur leichte Kost. Bevor hier nach Bildern geschrien wird: die sind nichts geworden. Unscharf und einfach nur bäh. Das muss ich noch üben. 

Das Wetter ist zur Zeit spitzenmäßig. Windstill bei -5°C oder so. Von ca. 09.30 bis ca. 14.30 leuchtet der Himmel orange, gelb. Auf der Insel liegt eine etwas dickere Schicht Raureif. Ist halt ein feuchtes Plätzchen. Hinter den Lofoten haben sich die letzten Tage riesige Wolken aufgetürmt, spielen sich ein bisschen auf und machen einen auf zweites Gebirge. Ja, es sieht tatsächlich manchmal so aus, als wenn eine zweite Reihe Lofoten entstanden sind. 

Orkas sind weiterhin nur ein Marketinggag der Gegend. Wahrscheinlich haben die genug von dem kalten Golfstrom oder haben sich am Hering überfressen und liegen irgendwo bei dem ausgewanderten Cousin vor Trinidad-Topago am Sandstrand und lassen sich die Flossen von Pilotfischen kraulen. Orka sollt man sein, was? 

Nun… es ist Zeit, Licht und Rechner auszuknipsen.

Gute Nacht. Vom Sternenhimmel und so schreibe ich ein andern mal. 

Und vielen Dank noch für das schöne Feedback, welches ich erhalte.

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