Da kamen sie nun also in der Dunkelheit. Die vier Jungs vom
NDR, die für Arte den Norden Norwegens bereisen und für ein paar Nächte auch
hier vorbeischauten. Es war keine gemütliche Überfahrt und der eine oder andere
beklagte sich über nasse Klamotten. Well… shit happens; dachte ich. Material
und Menschen mussten mit zwei Fuhren abgeholt werden.
Die Truppe setzte sich aus dem journalistischen Chef, dem
aufnahmetechnischen Chef, dem Mann vom Ton und einem Kameraassistenten
zusammen. Die beiden Chefs stellten sich als „alte“ Hasen der Berichterstattung
aus dem Norden heraus. Sind jahrelang im Geschäft und ließen das einen auch
wissen. Aber alles im erträglichen Rahmen. Ach ja… es ist immer wieder schön
und interessant mitzuerleben, dass ein gewisses Rasseln zum Handwerk gehört. Da
kann ich mir noch ne dicke Scheibe von abschneiden. Am meisten habe ich mich
mit dem Mann vom Ton und dem Assi unterhalten. Ruhige angenehme Gesellen.
Elena stand die ganze Zeit natürlich unter einer gewissen
Anspannung, da so ein Bericht über ihren Leuchtturm auf Arte natürlich sehr gut
zu Gesicht steht. Es waren aber trotzdem sehr entspannte Tage. Die Vier bekamen auch bei einem nächtlichen Picknick, die Generalprobe hatten wir ja zwei-drei Nächte vorher absolviert, ihr Nordlicht zu sehen. Meine
Aufnahmen sind leider relativ bescheiden geworden. Das Fokussieren wollte mir
nicht gelingen. Die Sterne sind alle unscharf geworden. Für die Nachtaufnahmen hatten sie sich eine Kamera ausgeliehen. Eine Canon Mark III - 64000 ISO... oder so. Pervers. Wie sagte der Kamerachef: Nikon D90 ist aber auch nicht so schlecht. LOL. Sie hätten gerne die Mark III behalten, da die Filmaufnahmen besser seien als die mit der "herkömmlichen" Filmkamera... aber sie sind halt beim Fernsehen. So hat jeder sein Päckchen zu tragen. Höhö. Wie habe ich kürzlich gelesen? "Es ist nicht die Kamera, die das Bild macht, sondern der, der den Auslöser drückt. Funktioniert in beiden Richtungen, sowohl bei guten als auch bei schlechten Bildern." Sehr schön.
Gefilmt wurde hauptsächlich Elenas Leben auf der Insel im
Winter. Die Aufnahmen wurden recht zügig unter Dach und Fach gebracht. Dabei
wurden erst ein paar Proben durchlaufen und wenn eine der Proben für ok befunden
wurde, war´s das dann auch schon. Ach ja… wieder so eine Erinnerung an meine
Jugend: Kamerafrau wollte ich werden. Oder im Schnitt arbeiten.
Im Sommer möchte die Crew zurückkommen und die Sommerversion
drehen. Hoffentlich klappt das auch. Aber die Kommentare seitens der beiden alten
Hasen waren sehr positiv. Als Sendetermin ist der November vorgesehen.
Mit zwei Fuhren ging es dann zwei Tage später wieder ans Festland. Die Reise
der vier sollte noch drei – vier Tage dauern. Mit der Hurtigrute ging es weiter
nach Norden, wo sie einen alten Einsiedler treffen wollten.
Und wir waren wieder unter uns und auch Sarah, die scheueste
und nervöseste Katze, die ich bisher kennengelernt habe, konnte sich wieder
etwas entspannen.
Entspannen war übrigends eins der am häufigsten genannten Wörter dort oben.
Da ist sie wieder! Juhu!
AntwortenLöschenJa... endlich. War ein bisschen viel anderes los die letzten Tage. Wie lange bin ich nun eigentlich schon wieder hier? LOL. Danke für das regelmäßige Vorbeischauen.
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