Donnerstag, 5. März 2015

März 2014 - Dann fahr ich halt zum Schnee #06

Das war ein rundum gelungener Tag.

Ich saß bestimmt noch im hinteren Teil des Eingangsbereiches, in dem sich die Rezeption und der ganz gut austgestattete Shop befindet, am offenen Kamin in einem der bequemen Sessel und ließ den Tag ausklingen und begann die Gesamtsituation zu überdenken. Da waren sie also mal wieder: Hölle und Himmel schön vereint. Frau Dramaqueen. :)

Jaja...

Ich musste langsam überlegen was ich nun mit meiner Zeit anstelle.

Und jetzt muß ich überlegen wie das vor fast einem Jahr war?! Ui!


Ich versuch´s mal.  Schließlich will ich den Schwedenurlaub auch mal abschließen und mit der Geschichte von meinem Islandurlaub Ende 2014 beginnen. Ha!

Mein Foto"tagebuch" hilft mir mal wieder aus der Patsche.

Der nächste Morgen hielt ein schreckliches Erwachen für mich parat. Yo. Halsschmerzen ohne Ende, Husten, Schnupfen. Vor meiner Abfahrt in Nürnberg hatte ich mir eine Erkältung aufgesackt. Diese war abgeklungen. Auch in Hamburg, wo ich ja einen schönen Zwischenstop eingelegt hatte, war alles paletti. Auch die folgenden Tage vielleicht mal ein Hüsterlein oder ein Schnäuzerlein, alles im für mich normalen Bereich.

Ha.

Denkste.

Nun war guter Rat teuer. Ich hatte das Bett/Zimmer nur bis zum 23.03. gebucht und die JuHe war gerammelt voll. Unendliche Reichtümer schlummern auf meinem Bankkonto auch nicht.

Nach dem Frühstück bin ich zur Rezeption gegangen, um zu fragen, ob ich evtl. noch eine Nacht in dem Zimmer bleiben könnte. Ging leider nicht, da die nächste Reisegruppen im Anrollen war. Und ein Einzelzimmer? Ne. Geht echt nicht. Einmal wegen dem Geld und zweimal bei dem schönen Wetter traurig und bettlägrig vom Bett dem Wetter und der Landschaft zuschauen? Nein, nicht hier. Zu Hause geht das, aber hier? Nein.

So entschloß ich mich, meine 7 Sachen zu packen und die Heimreise anzutreten. Ja. Richtig gelesen.

Aber nicht den gleichen Weg zurück, sondern durch´s schwedische Hinterland. Wie verändert sich die Landschaft auf der Fahrt nach Süden? Wie sind die Ortschaften? Wie sind die Straßen, bzw. wann hören Schnee und Eis auf? Zeit hatte ich mehr als genug.

Gegen ein Uhr mittag war ich auf der E10 nach Kiruna. Ich hielt nach den Containern Ausschau, die auf der Eisenbahnstrecke Kiruna - Narvik vor ein paar Wochen von ein paar heftigen Böen aus den Schienen geschmissen worden waren. Die Bahnverbindung war für längere Zeit unterbrochen, d.h. das Erz aus Kiruna konnte nicht nach Narvik gebracht werden.

Die Eisenbahnstrecke war ich November 2012 gefahren, auf dem Weg nach LitlØy. (hab jetzt kein kleines Ø ...). Schaut mal nach Informationen über die Bahnstrecke. Beeindruckender Bau durch eine schöne Landschaft.

Da lagen sie dann die Legosteine. Einfach mal so aus den Schienen gehebelt. An die 20 teils schwer zerbeulte Container; was da wohl drin war? Ich versuche ein paar aussagekräftige Fotos zu knipsen und fahre dann weiter nach Kiruna.

Ich nehme die Straße nach Gällivare. Dort war ich gegen Ende August 2007 mit meiner lieben Kollegin/Freundin Elke aus Sturrgart... naja... Esslinge... :) Sie wollte mal eine mehrtägige Wanderung mit Zelt und selber kochen machen. Meine Wahl für einen geeigneten Einstieg ins Hardcore-Trekker-Leben *G* fiel gleich auf den nördlichen Teil des Kungsledens. Es war eine sehr schöne Wanderung. Elke hat´s sehr gut gefallen, nur das Zelten mochte sie nicht; lag wohl auch an "meinen strengen Zeltregeln". Innen- und Außenzelt bloß nicht berühren lassen --> Nässe. Jaja... bin da aber schon besser geworden. Ehrlich!

Also, auf nach Gällivare. Ich erinner mich an ein paar landmarks von damals und fahre dann auch an dem Campingplatz vorbei, auf dem wir die erste Nacht nach unserer Ankunft von Stockholm übernachteten.

In einem Schnellimbiss mache ich eine Pause. Junk Food in Skandinavien ist noch ein bisschen anders als bei uns.

Und hier höre ich für heute auf. Gute Nacht.





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