Da saß ich nun auf meinem Bett.
Um mich herum im Zimmer wuselte es von jungen dynamischen Menschen, die sich auf eine Skiwanderung zum Kebnekaise vorbereiteten. Sie sind zum erstenmal hier. Einer der Gruppe ist mal mit Langläufern unterwegs gewesen.
Ich hör mir mehr oder weniger schweigend ihre Vorfreude und Pläne an und gehe dann an die frische Luft. Ein Spaziergang mit der Kamera um´s Haus wird gut tun. Die Schlittenhunde anschauen, vielleicht in den Ort zum Supermarkt gehen?
An dem Tag gelang es mir nicht, die Pracht um mich herum zu genießen. Selbst die Nordlichter (eher schwach) hellten meine Laune nicht auf.
Dies war eine gebrauchte, sinnlose Fahrt.
Der nächste Tag ergab keine neue Einsicht bzgl. meiner eigenen geplanten kurzen Skitour.
Ein Freund hatte mir netterweise seine Schneeschuhe mitgegeben und so machte ich einen Fotospaziergang. An der E10 entlang über den Fluß und dann irgendwann einfach rechts in den Schnee und die vereinzelten Birklein. Es war kalt, der Wind hatte zugenommen, die Sonne schaute diffus durch die Wolkenschicht. Perfekte Stimmung und Begebenheiten für Winterimpressionen jenseits des HDR-Hochglanz-Wahnsinns.
Es wurde ein sehr interessanter Spaziergang. Ich übte das Auge im "Lesen" des Schnees. Wo sind evtl. weiche Stellen? Wo liegt nur eine dünne Schicht über blankem Eis? Wie tief ist es hier und dort. Windrichtungen der vergangenen Tage, Schneewehen, etc.
Und.
Zack lag ich im Schnee. Wie ein Käfer. Im Tiefschnee. Ganz toll. Applaus, Applaus.
Zu doof.
Ich bin einfach zu doof.
An einer Stelle musste ich ein paar Schritte Rückwärts gehen und blieb mit einem Schneeschuh an einem Birkenstumpf hängen. Meilenweit kein Stumpf. Und: ich war nur wenige Augenblicke zuvor darüber hinweggestapft.
Slapstick. Ich war in meinem eigenen Slapstickfilm. A new silent movie star has risen.
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