Dienstag, 6. Januar 2015

März 2014 - Dann fahr ich halt zum Schnee #02

Desaster.

Ein einziges Desaster.

Fassungslos.

Frustriert.

Deprimiert.

Verzweifelt.

Am Boden zerstört.

You name it, I felt it.

Was war passiert? 
Viel. Fast zuviel.
Nun aber los. Mir wurde eine Lehrstunde des Wiederaufstehends erteilt. Sprichwörtlich.

Frohen Mutes, voller nervöser Vorfreude trug ich meine Ski zu der gespurten Loipe hinter der Bahn. (Erklärungen was dort wo und wie ist lasse ich mal außen vor)
Perfektes Wetter. Die Loipe geht bis ans Ende des Tales, dort ist eine Hütte. Im Sommer in gut einem halben Tag zu wandern.

Ah, da fällt mir ein, was ich noch nicht erwähnt hatte: ich war 2008 Ende August mit Elke, die auch mal "richtig" wandern wollte die nördlichen Etappen des Kungsleden bis Abisko gewandert und wusste daher um die örtlichen Begebenheiten und hatte es mir schon damals für den Winter vorgemerkt.

Nun stand ich also an der Loipe. Der Weg schlängelt sich ohne große Höhenunterschiede durch einen Birkenwald bis ans Ende des Tales paralllel zu einem Fluß.  Loipe, Schnee, Wetter: es ist angerichtet. Meine ersten Schritte auf Skiern seit 2011.

Tja.

Ich stolperte durch die Loipe. Die fielen kleinen Einschnitte (Bäche die nun zugefroren waren) gepaar mit meiner Unfähigkeit/Ungeübtheit ließen mich immer wieder stürzen. Ein Sturz nach dem anderen. Ständiges Aufstehen, Hinfallen, Aufstehen, Hinfallen. Bei dieser Art von Ski bleiben bei einem Sturz die Ski an den Schuhen, man muß nun irgendwie im Schnee liegend die langen Dinger abbekommen.

Dann kamen wieder gerade Abschnitte. Auch dort Gestolpere. Extrem frustrierend. Selbst auf geraden Stellen flog ich hin. Irgendwann nahm ich meine Ski und ging zu Fuß zurück. Zwischendurch sah ich parallele "wilde" Spuren im Tiefschnee und versuchte mich dort. Das ging besser, aber ist ja kein Fahren, sondern Stapfen.

Mein Traum von zukünftigen Skitouren mit Pulka, Zelt, etc. durch Schneelandschaften im Norden war ausgeträumt.

Völlig frustriert und niedergeschmettert kam ich wieder nach Hause. Angewiedert steckte ich die Ski in die Schneehaufen vor der Herberge. Das war´s.

Yo.

Das wird wohl nichts.

End of story.

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